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Aktuelles – tcACCESS Anwenderforum 2004

Das alljährliche Treffen der tcACCESS Anwender fand am 26. und 27. April 2004 im Kranzparkhotel, Siegburg, statt. Es war das 4. Anwenderforum, das von B.O.S. zusammen mit den Anwendern gestaltet wurde. Highlights der beiden Tage waren Anwenderberichte und die Vorstellung der neuen Version von tcACCESS. 

 

Es wurden die Anwendungen der Wirtschaftsuniversität LUISS aus Rom, Italien vorgestellt. Die LUISS ist bereits seit 2002 ein Anwender von tcACCESS. Unterschiedliche Einsatzgebiete von tcACCESS wurden vorgestellt:

 

MS-Office:
Eine MS-Access Anwendung, die direkt auf VSAM Dateien und auf eine UNIX (AIX) ORACLE Datenbank zugreift.
Studenten Zertifikate:
Studenten können über eine gesicherte Verbindung auf ihre Studiendaten zugreifen und Zertifikate anfordern. Die Anwendung wurde in JAVA entwickelt und greift über tcACCESS auf die Mainframedateien (VSAM) zu.
Steuerfreistellungen
Eine JAVA Anwendung, die auf VSAM Dateien zugreift und CICS-PL/I Unterprogramme nutzt.
Verwaltung von Studentendarlehen:
Eine JAVA Anwendung, die auf VSAM Dateien zugreift.
Studenten Service Anwendung:
Eine Web basierte Anwendung, in JAVA geschrieben, verwendet eine JDBC-ODBC Bridge und greift über den tcACCESS ODBC-Server auf VSAM Dateien zu.
Cell Phone Service: 
Studenten können mit ihren Mobiltelefonen über das SMS Protokoll auf ihre Daten (VSAM) direkt zugreifen und die Daten verändern. 

   

 

JVL ist der französische Vertriebspartner der B.O.S.. Jean-Pierre Vercruysse, Mitinhaber und Leiter der Technik des in Paris ansässigen Unternehmens, war auf dem Anwenderforum anwesend und hat anschaulich vorgestellt, wie diverse französische Kunden tcACCESS einsetzen. Herr Vercruysse ging auf die Anwendungen der einzelnen Firmen ein und hat mit seinem humorvollen und lockeren Stil die anfangs vorhandenen Sprachbarrieren sehr schnell abbauen können. 

   

  

Peter Jouaux vom Bischöflichen Ordinariat in Mainz eröffnete die Präsentationsreihe der deutschen Anwender. Herr Jouaux stellte die Anwendung e-mip vor. mip steht für "Meldewesen im Pfarramt" und ist eine mächtige Anwendung, die von katholischen Pfarreien über eine gesicherte Internet-Verbindung genutzt werden kann. Die Pfarrämter haben durch e-mip die Möglichkeit, alle Informationen, die für den täglichen Verwaltungsalltag in einer Pfarrei benötigt werden, direkt und sekundenaktuell über eine Browseranwendung abzurufen. Die Datengrundlage im Rechenzentrum des Bischöflichen Ordinariats ist ADABAS. Herr Jouaux hat die Anwendung live über das Internet vorgeführt. e-mip ist seit Januar 2004 in Produktion und wird bereits von 70 Pfarreien mit Erfolg angewendet. 
Der Vortrag von Herrn Jouaux gab nicht nur einen detaillierten Einblick in die Anwendung e-mip sondern vermittelte auch interessante und für die meisten Teilnehmer unbekannte Einblicke in die administrativen Anforderungen einer Pfarrei.

 

 

   

 
Die Firma TITEX PLUS Günther & Co. aus Frankfurt wurde durch Herrn Bernd Bleck repräsentiert. Herr Bleck stellte verschiedene auf tcACCESS basierende Anwendungen vor, die Daten aus der Host-ADABAS Umgebung mit Microsoft SQL-Server Datenbanken synchronisieren. Hierdurch soll eine möglichst aktuelle Datenhaltung z.B. für den TITEX Internet-Shop erreicht werden. Herr Bleck verwendet für den automatisierten Datentransport zwischen den ADABAS-Datenbanken und den SQL-Server Tabellen sogenannte DTS-Pakete, die zur Ausstattung des MS SQL-Servers gehören. Mit Hilfe dieser Pakete wird der gesamte Datenaustausch des tcACCESS gesteuert, automatisiert und kontrolliert. Neben zeitlich gesteuerten Verfahren, werden die DTS-Pakete auch aus Online-Programmen direkt gestartet. 

 

     

 
Herr Markus Orth von der Landesbank Rheinland Pfalz (LRP) hielt einen Vortrag mit dem Titel "Schneller als der Schall mit DB2", in dem er auf die Verwendung der tcACCESS DRDA-Komponente (tcEXPRESS) einging. Die LRP setzt verschiedene Softwaresysteme ein, die eine hochperformante Entwicklung von DB2-basierten Anwendungen ermöglichen. Von besonderer Wichtigkeit war der Zugriffsweg von den Client/Server-Anwendungen hin zum DB2. Die ursprünglich angedachte Lösung wurde verworfen, da zwischen der Client/Server-Ebene und dem DB2 auf dem Mainframe noch eine weitere Zugriffsschicht lag. Das Ziel der LRP war, einen direkten Zugang zum DB2 über das DRDA Protokoll zu erhalten. Zusätzlich zu der Standard-Connectivity Software der IBM wurde auch das tcACCESS in die nähere Auswahl mit einbezogen. Es entstand ein Entwicklungsprojekt und innerhalb kurzer Zeit wurde von der B.O.S. ein DRDA ODBC- und JDBC-Treiber entwickelt und implementiert. Umfangreiche, detaillierte Tests ergaben teilweise Performancevorteile bis zu 80% für tcEXPRESS im Vergleich zum Herstellerprodukt. Mittlerweile sind eine Vielzahl von Systemen in Produktion, die den DRDA-Zugang verwenden. Herr Orth lobte die sehr gute Zusammenarbeit mit der B.O.S. und die Stabilität des Produktes.

 

      

 
Die Wuppertaler Stadtwerke wurden durch Herrn Uwe Kirrkamm vertreten. Herr Kirrkamm berichtete über die Erfahrungen der Wuppertaler Stadtwerke mit der Migration von SAP R/2 nach SAP R/3 und der Umstellung des /R2-RIVA Systems auf /R3-IS/U. Herr Kirrkamm ging auf die Schwierigkeiten ein, die bei einer strategischen Umstellung von einem gewachsenen VM/VSE-System auf eine unter NT ausgelegte Serverinstallation zwangsläufig eintreten. Während der Migration ist tcACCESS für den Massendatentransfer verwendet worden und hat sich durch eine hervorragende Performance ausgezeichnet. Es wurden teilweise Übertragungsraten der nativen VSAM-Daten von bis zu 250000 Bytes pro Sekunde erzielt, und das bei einer TELNET3270 Verbindung zum Mainframe. Als erfreulich wurde von Herrn Kirrkamm die Tatsache gewertet, dass tcACCESS nicht das Vorhandensein von TCP/IP unter VSE voraussetzte, da dadurch weitere zusätzliche Kosten eingespart werden konnten. Herr Kirrkamm wusste sich den unterschiedlichsten Fragen aus dem Anwenderkreis zu stellen und blieb keine Antwort schuldig.

 

      

Mit grossem Interesse verfolgten die Teilnehmer die einzelnen Vorträge über die neuen Funktionen der nächsten tcACCESS Version. Auch diesmal wurden Vorschläge und Ideen für weitere Entwicklungen von den Teilnehmern gemacht. 
Die beiden Tage wurden durch einen gemeinsamen Abend in einer Siegburger Brauerei verbunden, bei dem Mitarbeiter der B.O.S und die Anwender die Gelegenheit hatten, sich in gemütlicher und aufgelockerter Atmosphäre auszutauschen
            

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